Die Echsenbacher Sonnenuhr

Im Jahr 2025 feiert Echsenbach sein 850jähriges Bestehen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1175, als der Lehensritter Hadmar von Ochsenbach in einer Schenkungsurkunde an das Stift Zwettl erstmals erwähnt wurde. Auch die Orte Rieweis, Gerweis und Großkainraths existierten damals schon mit festen Häusern und gehörten wohl zur Verteidigungslinie der Kuenringer. Gerweis, Haimschlag, Wolfenstein und Kleinpoppen wurden erstmals 1294 in einer Urkunde erwähnt. Das Gemeindewappen mit zwei Ochsenköpfen erinnert an das Adelsgeschlecht der Ochsenbach.

Zum Jubiläum wurde ein besonderes Denkmal geschaffen: eine Sonnenuhr.

Die Echsenbacher Sonnenuhr
Der Künstler Ralf Wittig sah in Gesprächen mit der Gemeinde darin ein Symbol für den Fluss der Zeit: „850 Jahre sind eine sehr lange Zeit und doch nur ein winziger Abschnitt der Geschichte. Für Echsenbach sind die 850 Jahre weder das Gedenken an einen Anfang (es ist nur eine urkundliche Erwähnung) noch an ein Ende, sondern an einen Zeitraum, der weitergeht. In dem Moment, wo die Eröffnungsrede zu Ende ist, war das bereits Geschichte und die Erde hat sich weitergedreht. Bilden wir Echsenbach in Zusammenhang mit der Erde und mit der Sonne ab. Bilden wir die Zeit ab. Machen wir eine Sonnenuhr.“

Die technischen Ausführungen erstellte Dipl.-Ing. Kurt Descovich vom Österreichischen Astronomischen Verein. Die Betonfertigelemente wurden von der Firma Betonwerk Jungwirth in Rappottenstein angefertigt.

Die Sonnenuhr zeigt anhand der geraden Stundenlinien die „Wahre Ortszeit“ (WOZ), die sich leicht von der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) unterscheidet. Um 12 Uhr WOZ steht die Sonne genau im Süden – in Echsenbach rund 52 Sekunden früher als in der Stadt Gmünd, die exakt am 15. östlichen Längengrad liegt.

Neben den Stunden zeigt die Sonnenuhr zwischen den gekrümmten Tageslinien mit Hilfe eines kleinen Kugel-Schattens (Nodus) auch das gerade geltende Tierkreiszeichen und somit das ungefähre Datum an. Die Symbole sind in blau (für das erste Halbjahr) und braun (für das zweite Halbjahr) dargestellt.

Gefördert wurde die Jubiläumssonnenuhr von der Dorf- & Stadterneuerung, die Agentur für Gemeinden und Regionen des Landes Niederösterreich.

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